Saunaholz

Natürlich schön, wohltuend natürlich.

Farbe, Maserung und Struktur machen jedes Holz unverwechselbar. Sie bestimmen, ob eine Sauna hell und zurückhaltend, warm und lebendig oder markant und kontrastreich wirkt. Ein Blick auf die verschiedenen Holzarten hilft, persönliche Vorlieben zu entdecken.

Fichte

Das klassische Saunaholz

Die Fichte gehört zu den vertrauten Nadelbäumen Europas. Ihr helles Holz und die deutlich sichtbaren Äste prägen das Bild vieler klassischer Saunen.

Farbe und Maserung

Fichtenholz ist gelblich weiß bis leicht rötlich. Sichtbare Jahresringe und Äste geben den Oberflächen eine lebhafte Zeichnung. So entsteht ein warmer, ursprünglicher Raumeindruck, bei dem das natürliche Material im Vordergrund steht.

Verwendung in der Sauna

Fichte wird sowohl für massive Holzbohlen als auch für Wand- und Deckenprofile eingesetzt. Die Auswahl und Verarbeitung des Holzes bestimmen dabei das Erscheinungsbild: Astreiche Flächen wirken markant, eine gleichmäßige Sortierung ergibt ein ruhigeres Gesamtbild.

Saunaholz Fichte

Fichte im Raum

Sauna aus Fichtenholz

Amak

Amak verbindet die charakteristische Zeichnung der Fichte mit vertikalen Profilen. Die aufrechte Linienführung gliedert die Wände und betont die Raumhöhe.

Espe

Das helle Saunaholz

Die Espe, auch Zitterpappel genannt, ist ein in Europa und Teilen Asiens verbreiteter Laubbaum. Ihr helles Holz bildet die Grundlage für eine zurückhaltende, leichte Raumgestaltung.

Farbe und Maserung

Espenholz besitzt eine weißliche bis gelblich weiße Farbe und eine feine, wenig ausgeprägte Maserung. Dadurch wirken auch größere Holzflächen ruhig und gleichmäßig. Profilbreite und Linienführung treten besonders deutlich hervor.

Verwendung in der Sauna

Espe wird für Wand- und Deckenverkleidungen sowie für Sitz- und Liegeflächen verwendet. Das harzfreie Holz leitet Wärme vergleichsweise wenig und eignet sich deshalb auch für Flächen mit direktem Hautkontakt. Eine sorgfältige Bearbeitung sorgt für eine glatte, angenehme Oberfläche.

Saunaholz Espe

Espe im Raum

Elementsauna aus Espe

Askja und Esja

Askja zeigt Espe mit breiten, horizontalen Profilen, die die Weite des Raums betonen. Esja setzt mit vertikalen Profilen einen aufrechten Rhythmus.

Beide Modelle verdeutlichen, wie unterschiedlich dasselbe Holz durch seine Anordnung wirken kann.

Hemlock

Das vielseitige Saunaholz

Das im Saunabau verwendete Hemlockholz stammt überwiegend von der Westlichen Hemlocktanne aus Nordamerika. Es verbindet eine warme Farbigkeit mit einer je nach Auswahl zurückhaltenden oder deutlicher ausgeprägten

Farbe und Maserung

Die Farbtöne reichen von hellen, gelblich braunen Nuancen bis zu leicht rötlichen Tönen. Unterschiedliche Maserungen ermöglichen sowohl ruhige Flächen als auch ein lebendigeres Wandbild. Unter warmer Beleuchtung tritt die Farbigkeit des Holzes stärker hervor.

Verwendung in der Sauna

Hemlock wird häufig für Wand- und Deckenverkleidungen eingesetzt. Für den Saunabau sind insbesondere harzarme und astarme Qualitäten gefragt. Unterschiedliche Profilbreiten und Verlegerichtungen eröffnen vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten.

Saunaholz Hemlock

Hemlock im Raum

Sauna aus Hemlockholz

Katmai und Kiska

Kiska bringt die Holzzeichnung mit extrabreiten, horizontalen Profilen zur Geltung. Katmai verbindet Hemlock mit einer vertikalen Linienführung. So entstehen aus derselben Holzart unterschiedliche Raumwirkungen.

Holz und Bauweise

Unterschiedlich konstruiert

Elementsauna

In einer Massivholzsauna bilden massive Holzbohlen die Wände. Bei einer Elementsauna wird eine gedämmte Rahmenkonstruktion mit Holz verkleidet. Die Bauweise bestimmt damit, welche konstruktive Aufgabe das Holz übernimmt und wie es verarbeitet wird.

Weitere Holzarten und besondere Oberflächen

Mehr Möglichkeiten für die Gestaltung

Neben den klassischen Saunahölzern eröffnen weitere Holzarten eine breite Auswahl an Farben und Zeichnungen. Als saunageeignete Furnieroberflächen lassen sie sich für eine individuelle Wand- und Deckengestaltung einsetzen.

Echtholzfurnier

Furnier besteht aus einer dünnen Schicht echten Holzes, die auf eine Trägerplatte aufgebracht wird. Die natürliche Maserung bleibt sichtbar. Größere, zusammenhängende Flächen lassen die Holzzeichnung anders wirken als eine Gliederung durch einzelne Profile.

Für den Einsatz in der Sauna werden speziell geeignete Platten verwendet, bei denen Furnier, Trägermaterial und Verklebung auf die Anforderungen abgestimmt sind.

Ahorn

Ahorn besitzt eine helle, weißliche bis gelbliche Farbe und eine feine Zeichnung. Seine zurückhaltende Maserung eignet sich für lichte, ruhige Flächen und eine klare Raumgestaltung.

Nussbaum

Nussbaum zeigt unterschiedliche Brauntöne und eine ausdrucksvolle Maserung. Dunklere Flächen verleihen dem Raum Tiefe und setzen einen deutlichen Kontrast zu hellen Bänken oder Glas.

Eiche

Eiche besitzt eine markante Porenstruktur und eine gut erkennbare Maserung. Ihre natürlichen Brauntöne wirken warm und kraftvoll. Je nach Holzauswahl entsteht ein gleichmäßiges oder lebhaft gezeichnetes Flächenbild.

Zirbe

Zirbenholz zeichnet sich durch sichtbare Äste, eine lebendige Struktur und seinen charakteristischen Duft aus. Es verleiht dem Raum eine natürliche, ursprüngliche Ausstrahlung.

Weitere Holzarten für Echtholzfurniere

Saunaholz Furnier

Altholz

Holz mit Geschichte

Altholz

Altholz stammt aus einer früheren Nutzung, beispielsweise aus alten Balken oder Verkleidungen. Farbunterschiede, Äste und Gebrauchsspuren verleihen dem Material seinen besonderen Charakter.


Für saunageeignete Oberflächen wird ausgewähltes Altholz entsprechend aufbereitet. Seine unregelmäßige Zeichnung bringt Lebendigkeit in den Raum. In Verbindung mit klaren Formen, Glas oder zurückhaltender Beleuchtung entsteht ein Zusammenspiel aus ursprünglichem Material und zeitgemäßer Gestaltung.

Warum jedes Holz anders aussieht

Gewachsen, geschnitten, individuell

Holz entsteht über viele Jahre. Standort, Wachstum und die Lage im Stamm beeinflussen Farbe und Struktur. Deshalb können sich selbst zwei Bretter derselben Holzart sichtbar unterscheiden. Auch die Schnittrichtung bestimmt das Erscheinungsbild. Die Zeichnung zeigt, wie unterschiedliche Anschnitte eines Stamms verschiedene Oberflächen entstehen lassen.

Querschnitt (Hirnschnitt)

Kernholz

Splintholz

Jahresringe

Tangentialschnitt (Fladerschnitt)

Radialschnitt (Spiegelschnitt)

Rinde

Jahresringe, Kernholz und Splintholz
Jahresringe machen das Wachstum des Baums sichtbar. Der äußere Bereich des Stamms wird als Splintholz bezeichnet, der innere als Kernholz. Wie deutlich sich beide farblich unterscheiden, hängt von der Holzart ab.

Querschnitt
Ein Schnitt quer zur Stammachse zeigt die Jahresringe als Kreise oder Kreissegmente. Diese Ansicht ist beispielsweise an den Stirnseiten eines Balkens erkennbar.

Tangentialschnitt
Bei diesem Längsschnitt entsteht häufig eine bogen- oder flammenförmige Zeichnung. Diese sogenannte Fladerung verleiht Holzflächen eine lebendige Wirkung.

Radialschnitt
Ein Längsschnitt durch die Stammmitte zeigt die Jahresringe überwiegend als gerade, parallele Linien. Dadurch kann ein ruhigeres, streifiges Holzbild entstehen.

Vom Muster zur fertigen Sauna

Ein Holzmuster vermittelt einen ersten Eindruck von Farbe und Struktur. Auf einer größeren Fläche werden die natürlichen Unterschiede deutlicher sichtbar. Auch Licht und Profilgestaltung beeinflussen die Wahrnehmung. Die Auswahl lässt sich deshalb am besten anhand von Mustern und ausgeführten Beispielen beurteilen.

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